Junge Liberale, Bundesverband
Berlin. Zu den zweideutigen Äußerungen des Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg zur Zukunft der Wehrpflicht gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis), Lasse BECKER, heute:
„Wir warnen den Verteidigungsminister eindringlich davor, auch nur irgendwelche Überlegungen anzustellen, die in Richtung einer allgemeinen Dienstpflicht gehen. Das wird mit der FDP nicht zu machen sein.
Wehrgerechtigkeit liegt schon lange nicht mehr vor. Auch deshalb ist die Wehrpflicht nicht mehr zeitgemäß. Als Konsequenz daraus, jungen Menschen über andere Wege ein halbes Jahr ihrer Lebenszeit zu nehmen und das Ganze womöglich auch noch als „freiwilligen Dienst“ zu bezeichnen, ist zynisch. Wir lehnen einen staatlichen Zwangsdienst ab.“
BECKER weiter: „Der Verteidigungsminister lässt mit seinen Äußerungen aber zumindest eine gewisse Einsicht erkennen. Er scheint nicht mehr zu bestreiten, dass das Auswahlverfahren bei den Wehrpflichtigen vollkommen ungerecht ist. Die Einzugspraxis ist zu einem reinen Glücksspiel verkommen. Um das zu ändern, wäre die Aussetzung der Wehrpflicht ein kleiner erster Schritt, wenn auch eigentlich inkonsequent. Die einfachste und beste Lösung bleibt eine Abschaffung der Wehrpflicht.“
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